Allgemein

Bei der Zusammensetzung des UVG kommt es auf verschiedene Faktoren an: Platzbedarf, Nährstoffbedarf, Wurzelausscheidungen, den Duft der Nachbarpflanzen, welche Ausrichtung zu Licht und Sonneneinstrahlung.

Auch die Kultur zuvor ist wichtig und hat großen Einfluss auf das Gedeihen der Folgefrucht. Manche Gewächse zehren den Boden auch so sehr aus, dass sie schlechter gedeihen, wenn sie mehrere Saisonen hintereinander immer wieder am selben Standort angebaut werden Im Fachkreisen nennt sich diese Rotation Fruchtfolge und gilt als notwendiges Übel auch im Garten.
Pflanzen die stark auf dieses Phänomen ansprechen sind alle Bohnensorten, Zwiebeln, Kreuzblütler wie Blumenkohl, Kraut oder Brokkoli, Spinat und Karotten.
Teilweise saugen Pflanzen die Nährstoffe geradezu aus der Erde, andere hingegen reichern den Boden wieder damit an.
Einige Arten hinterlassen beste Voraussetzungen, viele versauen das Beet über Jahre wo für den Nachfolger einer Pflanzengattung kaum Wachstum möglich ist.
Wichtig ist, Pflanzen in einer Mischkultur gut zu kombinieren, z.B. Tief- und Flachwurzler, Stark- und Schwachzehrer, ober- und unterirdisch wachsendes Fruchtgemüse.
Um die Pflanzengesellschaft gut hinzubekommen, braucht es tief- und flachwurzelnde, hoch- und niedrigwachsende sowie kurz- und Langzeitkulturen im Bett. Jeder Pflanze kommt ihrer eigenen Nische im UVG nach und kann in Gemeinschaft optimal gedeihen.
Natürlich ist die Mischkultur keine Garantie für einen gesunden Garten, aber sie macht einem das Gärtnerleben um einiges leichter. Die Mischkultur ist die einfachste Art, zu vermeiden, dass sich Schädlinge im Garten breitmachen.
Nicht jedes Gemüse im Garten kann neben ein beliebig anderes gesetzt werden.
Mischkultur-Partnerschaften haben sich gut bewährt, dass das jeweilige Gemüse immer wieder in diesen Kombinationen anzubauen Sinn ergibt. Mischkultur um Schädlinge und Krankheiten ganz natürlich fernzuhalten ist oberstes Ziel.

  • Gurken (Salatgurken) unter Buschbohnen, Dill, Fenchel, Knoblauch, Zwiebeln und Dill vertragen sich als Nachbarn und als Geschmacksnoten im Gurkensalat hervorragend, das Kraut verbreitet außerdem einen Geruch, den Schadinsekten unangenehm finden.
  • Erdbeeren – Knoblauch, Lauch, Rettich
    Erdbeeren und Knoblauch im Garten sind sie vorbildliche Nachbarn, denn Knoblauch wirkt gegen Pflanzenkrankheiten und Pilzbefall. Diese Kombination klingt erst mal komisch, dabei ist das eine der besten Pflanzpartnerschaften. Knoblauch schützt Erdbeeren nämlich sehr effektiv vor Grauschimmel und anderen Pilzkrankheiten. Außerdem ergänzen sich Knoblauch und Erdbeeren auch von der Wuchsform her sehr gut. Der Knoblauch wächst gerade nach oben und nimmt damit kaum Platz weg, während die Erdbeeren den Boden bedecken.
    Erdbeeren und Buschbohnen , denn man kann nicht jedes Jahr Knoblauch zwischen den Erdbeeren anbauen – sonst gibt es Probleme mit seiner Fruchtfolge. Deswegen auch mal Buschbohnen in die Erdbeeren. Buschbohnen sind Schwachzehrer und damit keine große Konkurrenz für die Erdbeeren.
    Bohnen sind Leguminosen und binden den Stickstoff aus der Luft und reichern den Boden. Dies machen alle Leguminosen, jedoch bei der Ernte der Bohnen zieht man viele Nährstoffe ab, dass die Stickstoff-Bilanz im Boden nach der Ernte negativ ist.
    Erdbeeren fühlen sich neben Knoblauch, Kohl, Kopfsalat, Lauch, Rettich und Zwiebeln wohl
    Trotzdem sind Erdbeeren und Buschbohnen ein Traumpaar im Gemüsegarten und die Erdbeeren profitieren während der Wachstumsperiode von den Stickstoff-Bindung aus der Luft der Bohnen.
  • Zwiebeln und Karotten ergänzen sich super, denn sie brauchen Licht, Nährstoffe und Feuchtigkeit im gleichen Maße, die Zwiebel hat außerdem eine geringe Wirkung gegen Schädlinge bei den Karottenpflanzen.
  • Salat verträgt sich sehr gut mit den Kulturen Bohnen,  Erbsen, Erdbeeren, Gurken, Kohl, Lauch, Möhren, Tomaten, Zwiebeln und Radieschen. Salate gemischt mit Kräutern wie Schnittlauch, Dill, Kerbel, Fenchel, Borretsch, Kresse, Kerbel und Kohlgewächse unterstützt Bekämpfung der Erdflöhe,
  • Pflücksalat liebt Brokkoli, Dill, Erbse, Karotte, Kohlrabi, Kopfkohl, Mais, Mangold, Pastinake, Radieschen und Rosenkohl in seiner Nähe.
  • Tomaten mögen als Nachbarn gerne Buschbohnen, Karotten, Knoblauch, Kohl, Kopfsalat, Lauch, Mais, Spinat, Petersilie, Pfefferminze, Rettich, Rüben, Sellerie und Basilikum.
  • Kräuter wie Kapuzinerkresse, Kresse gegen Läuse an Tomate
  • Paprika – Kohlarten, Möhren, Tomaten
  • Kohlrabi neben Buschbohnen, Erbsen, Kartoffeln, Kopfsalat, Lauch, Rettich, Rote Bete, Sellerie, Spargel, Zwiebeln, Spinat oder Tomaten
  • Gurken harmonieren mit Buschbohnen, Dill, Fenchel, Knoblauch, Kohl, Kopfsalat, Rote Bete, Sellerie und Zwiebeln.
  • Radieschen, Rettich – Erbsen, Feldsalat, Mangold, Spinat
  • Knoblauch zwischen Erdbeeren sorgt wiederum dafür, dass Erdbeermilben vertrieben werden.
    Knoblauch hat viele Vorteile. Zwischen Möhren und Petersilie hält er die lästige Möhrenfliege ab.
    Knoblauch tötet einige Pilze und Bakterien ab
  • Karotten – Erbsen, Knoblauch, Zwiebeln und Porree, Dill für Geschmack
    Karotten vertreiben die Zwiebelfliege und die Zwiebel hält die Karottenfliege fern – so effektiv, dass Karotten und Zwiebeln das klassische Beispiel für eine gelungene Mischkultur sind. Am effektivsten sind abwechselnd eine Reihe Karotten und eine Reihe Zwiebeln. Das Ganze passt auch von den Aussaatterminen sehr gut. Februar bis August jeden Monat neue Karotten säen, und ab Juni sind die ersten Zwiebelreihen abgeerntet. Da kommen dann die nächsten Karotten hin und neue Zwiebeln wachsen dort, wo vorher Karotten waren. So sind die Beete immer optimal genutzt
  • Porree – Endivien, Kohlarten, Kohlrabi, Möhren, Sellerie
  • Bohnen, Buschbohnen mit Dill, Bohnenkraut Endivien, Radieschen, Salate zusammen angebaut, ernten und essen. Im Beet vertreibt Bohnenkraut schwarze Blattläuse.
  • Aubergine passt ideal zur Weißen Bohne
  • Endivien – Bohnen, Kohl, Möhren Porree
  • Erbsen – Fenchel, Möhren, Rettich, Salate, Sellerie
  • Weißkraut, Rotkraut, Grünkohl (Wirsing), Karfiol Blumenkohl, Rosenkohl sind gut kombiniert mit Endivien, Salat, Porree, Sellerie, Tomaten, Spinat, Rote Beete
    Kohlsorten – Sellerie und Tomaten (Bieten Schutz vor einigen Schädlingen)
    Kohl, Lauch und Sellerie; Kohl ist bekanntlich sehr anfällig für Schädlinge. Deswegen immer in Kombination mit Sellerie anbauen, dessen Duft hält einige der Kohlschädlinge fern. Ansonsten braucht es über den Sommer ein Schutznetz über den Kohl um ihn über die Runden zu bringen.Die Kombination Kohl-Sellerie funktioniert gut, dass Kohl ohne Schutznetz gedeiht, Hinweis: Kohl abdecken ist immer ein sicherer Schutz (Optik negativ)Der Lauch am besten mit Kohl und Sellerie in sBeett. Normalerweise braucht der Lauch auch ein Schutznetz (Gefahr der Lauchschildmotten oder Minierfliegen, die unansehnliche Gänge durch die Lauchpflanzen bohren)
  • Kürbis und Mais (evtl. mit Stangenbohnen)– diese Gemüse haben schon die Maya zusammen auf einem Beet angebaut. Der Kürbis bedeckt den Boden und beschattet ihn, der Mais wächst gerade nach oben und dient den Stangenbohnen, die an den Maisstängeln hochranken, als Stütze. Was sich erst mal schön anhört, funktioniert allerdings nur, wenn man Sorten verwendet, die gut aufeinander abgestimmt sind. Sonst kann es passieren, dass der Mais noch viel zu klein ist, während die Stangenbohnen ihm „über den Kopf wachsen“ oder umgekehrt.
    Was den Kürbis angeht, ist es relativ egal, welche Sorte man nimmt. Bei Mais- und Bohnensorte sind auch die Aussaat-Zeitpunkte  gut zueinander anzupassen.
  • Zucchini – Mais, Rote Beete, Tomaten, Melonen, Bohnen
  • Melonen mit Bohnen, Zucchine und Kürbis gut verträglich
  • Zwiebeln vertragen sich hervorragend mit Dill, Erdbeeren, Gurken, Kamille, Karotten, Kopfsalat, Rote Bete, Knoblauch, Spinat und Zucchini.
  • Mangold – Bohnen, Möhren, Rettich, Salate
  • Rote Beete – Bohnen, Kohl, Kohlrabi, Zwiebeln
  • Sellerie – Blumenkohl, Brokkoli, Lauch, Tomaten
  • Spinat – Chinakohl, Grünkohl, Kohlrabi, Radieschen

was gut harmoniert aber nicht für UVG sinnvoll:

  • Spargel, dann sind Dill, Kohlrabi und Kopfsalat in nächster Nähe gute Nachbarn.
  • Rhabarber kann gut mit Buschbohnen, Kohl, Kopfsalat und Spinat.
  • Kartoffeln – Kohl, Kümmel, Kapuzinerkresse
  • Kren passt gut zu Kartoffeln

Gewächse wie Gemüse und Kräuter aber auch Blumen, die sich gegenseitig den Platz streitig machen, um dieselben Nährstoffe ringen, gegenseitig um den Wurzelraum konkurrieren, sich nach Sonne lechzen, im Schlimmsten sogar Schadinsekten anlocken, oder mit dem verfügbaren Wasserbedarf des Bettmitbewohners oder -nachbarn nicht klarkommen können nebeneinander im UVG nicht ihre ganze Leistung entfalten.

Um eine gesunde und hohe Ernte einfahren zu können, sollte man wissen, welche Gemüsesorten nicht zueinander passen.

  • Kreuzblütler untereinander / innerhalb der eigenen Art: Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Grünkohl, Brokkoli, Kopfkohl, Kohlrabi, Kresse, Mairübchen, Radieschen, Rettich, Rosenkohl, Ruccola, Wirsing
    Kohlarten mit Erdbeeren, Gurken, Kartoffeln, Knoblauch, Rote Beete, Zwiebeln
    Rotkohl im speziellen mit Tomaten zeigen keine gute Symbiose
  • Hülsenfrüchte untereinander als Nachbarn: wie Bohnen mit Erbsen, Linsen, Puffbohnen, Wicken
  • Doldenblütler untereinander; der Dill, Fenchel, Kerbel, Kümmel, Liebstöckel, Karotten, Pastinaken, Petersilie, Sellerie
  • Bohnen und Erbsen, Fenchel, Knoblauch, Möhren, Tomaten, Zwiebeln, Porree
  • Erdbeeren und alle Kohlarten
  • Gurken und Kohl, Rettich, Salate, Sellerie und Tomaten
  • Erbsen nebst Gurken, Knoblauch, Sellerie, Tomaten, Zwiebeln
  • Knoblauch vereint mit Bohnen, Erbsen, Frühkartoffeln, Porree, Zwiebeln
  • Kopfsalat mit Petersilie, Sellerie und Radieschen. Diese Kombination auch in unmittelbarer Nähe meiden.
  • Karotten zu Rote Beet
  • Petersilie und Porree, Salat, Sellerie, Zwiebeln
  • Porree und Bohnen, Petersilie, Erbsen, Knoblauch, Mangold, Zwiebeln
  • Rettich mit Radieschen und Gurken ums Eck
  • Radieschen mit Rettich und Gurken
  • Rote Beete und Kartoffeln, Mais, Mangold, Porree, Spinat
  • Sellerie mit Gurken, Kartoffeln, Kopfsalat, Petersilie, Zuckermais
  • Spinat und Blumenkohl, Ruccola
  • Tomaten und Bohnen, Erbsen, Fenchel, Rotkohl, Kartoffeln, Zuckermais
  • Physalis oder Andenbeere genannt, ähnlich wie Tomaten, scheidet Säure (Toxizität) über Wurzeln aus

Ermittlung der Daten stammt aus Unterrichtsmaterial und dem Pflanzenbau von Natur und Landwirtschaft mit guter fachlicher Praxis. Wir haben über die Jahre vielfach selber die Erfahrungen gemacht und notiert um nicht wiederkehrend dieselben Fehler zu machen. Um die Wichtigkeit zu Veranschaulichen sind die wichtigsten Mischkulturpartner der Pflanzen aufgelistet. Recherchen im Internet zeigen teilweise Abweichungen oder Widerspruch die wir teilweise bestätigen aber auch oftmals in Frage stellen.

Wir haben auch eine Excel-Tabelle als Checkliste mit Filterfunktion erstellt.